Alleine wandern

Abenteuer ohne Risiko nennt man Disneyland.

Die zur Wahrheit wandern, wandern allein.

Der Kopf voll von unlösbaren Problemen. Im Brustkorb schlägt still die verwundete Blutpumpe. Und im Schuhschrank schreien die Wanderschuhe nach einer neuen Herausforderung. Zeit aufzubrechen. 

Das Schöne daran, mitten in der Woche etwas unternehmen zu wollen? Es hat keiner Zeit. Dadurch war ich mehr oder weniger gezwungen alleine in die Natur zu fahren. Aber ich wollte es auch nicht anders. Ich wollte nicht, dass mich jemand mit seinen Problemen zuquasselt, wollte nicht über Gott und die Weltgeschichte plaudern. Ich wollte mich einfach ganz allein mit mir und meinen Gefühlen, Bedürfnissen, Ängsten und Fragen beschäftigen. Zu meinem Innersten finden, ähnlich wie bei einer Meditation. Nur mit Bewegung.  Aktive Erholung für die Seele, fernab von Instagram und geschäftlichen Mails. 

Mein Mini-Abenteuer führte mich nach Wolkenstein ins Erzgebirge. 2 Grad Celsius Außentemperatur, der erste Schnee lag auch schon. Meine erste Amtshandlung hieß also: Schneemann bauen! Danach führte mich eine kurze Waldwanderung zu den Klettersteigen. Zum Glück war durch den Feiertag die Baustelle nicht in Betrieb, so dass ich die „Betreten verboten“ Schilder getrost ignorieren konnte. „Jegliche Kletterstiege vorübergehend gesperrt“ …Egal. Bisschen Adrenalin muss schließlich auch sein. Also kletterte ich zum ersten Mal statt in der Boulderhalle am Fels. War aufregend, besonders weil meine Finger vor Kälte fast abgestorben wären und der Fels durch den Schnee etwas glatt und ungriffig war. Für eine Sekunde, als ich mich an einem kleinen Überhang festkrallte, dachte ich ganz kurz, dass es jetzt doch ganz schön wäre eine 2. Person dabei zu haben. Falls ich mir den Kopf aufschlagen würde oder so. Aber alles gut gegangen. Ich war ja gesichert. 

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